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Rachenbräune und die weißen Frieseln

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Der GALLUS DIABOLI spielt im ausgehenden 18. Jahrhundert, und auch wenn manches in der Geschichte im Phantastischen seine Wurzeln hat, so habe ich versucht, die Erzählung selbst realistisch in der damaligen Zeit zu verorten. Wer sich nun also fragt, was bitte die im vorstehenden Zitat erwähnten weißen Frieseln sind, kann sich glücklich schätzen, es nicht zu wissen. Denn die Medizin vor rund 250 Jahren war weit von den Segnungen unserer modernen Gesundheitsversorgung entfernt, und besagte Frieseln, die man heute wohl als Masern bezeichnen würde, waren oftmals ein Todesurteil - wie in dieser Passage für die kleine Ursula. Gewiss wollte man auch nicht am Wurmfieber (Typhus), an der Rachenbräune (Diphtherie) oder einer Abzehrung (Tuberkulose) leiden, weil es dann zweifellos ratsam erschien, schon einmal den Sargmacher zu bestellen. Und den Herrn Pfarrer, der letzten Sakramente halber. Recherche tut also auch bei belletristischen Leichtgewichten wie dieser Novellette not (so heißt das tatsä...

Lexikon von Saintliex: Place de l'Érection

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Vor einer Weile habe ich den Versuch unternommen,. eine Geschichte zu erzählen in jenem Ort, in dem auch meine erste Hörspielserie spielte - dem Dorf Saintlieux am Rade de Brest, etwas schräg gegenüber der seit dem 3. Jahrhundert nach Christus bestehenden Hafenstadt Brest. Es sollte eine Adventserzählung werden, ein Krimi, eine geheimnisvolle, vielleicht auch etwas magische Geschichte, mit Figuren, die man aus der Hörspielserie kannte, und mit vielen anderen. An jedem Tag würde ein Bewohner des Örtchens ein Päckchen oder einen Brief finden, der etwas aus der Vergangenheit aufwecken würde. Eines davon sollte einen Mörder an seine Tat erinnern. Und die alte Ermittlergruppe - Amélie, Marc Valet, Remy Bass und Pierre Hulot -  auf seine Spur setzen. Zwei Kapitel hatte ich geschrieben, dann aber aufgehört. Doch bis heute statten mir die Figuren aus den nie geschriebenen Kapiteln bisweilen Besuche ab. Ich hatte damals begonnen, auch ein Lexikon von Saintlieux zu erstellen, in dem ich Orte...

London Calling!

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Ich hatte mir irgendwann zwecks Recherche für eine Idee über einen magischen Zirkel in London des ausgehenden 19ten Jahrhunderts einige anschaffenswerte Bücher herausgesucht. Die meisten waren gerade vergriffen. Darunter auch THE LONDON ENCYCLOPAEDIA in der Revised Third Edition. Kürzlich benachrichtigte mich meine Merkliste auf Medimops, dass besagte Enzyklopädie wieder verfügbar wäre. Und auch, wenn ich aktuell an der Geschichte nicht arbeite, dachte ich mir, ich schau mal. 11,50 € schienen nicht zu horrend, also kaufte ich den Band, dazu noch ein bisschen blutiges Kino (30 Days of Night und Near Dark). Little did I know, dass der Karton, in dem die Lieferung kam, das Gewicht von zwei Ziegelsteinen haben würde. Und darin: Diese faszinierende Schwarte! Gleichgültig, wo man das Buch aufschlägt, man muss lesen. "If I had my way this book would be in every cab in London" werden die London Cabbie News auf der Rückseite zitiert. Und ja, kann ich total verstehen. Auch wenn ich in...

Finde den Fehler!

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Demnächst erscheint die 23ste Ausgabe von Zwielicht, einem (um nicht zu sagen: dem) deutschen Horror-Magazin. Und diesmal erscheint darin auch eine meiner Geschichten. Die ich, nachdem ich sie geschrieben hatte, mehrmals überarbeitet habe.  Ich dachte: Ist gut jetzt. Dann kam das (wirklich sehr gute) Lektorat. Und fand zig Stellen, die aber doch nicht so gut waren. Stellen, bei denen ich mir dachte: Hä, warum hast du die denn nicht gesehen? Aber die habe ich dann korrigiert, sogar selbst noch was gefunden, dann fanden aber ich und die Lektorin:  Ist gut jetzt.  Heute kommt die Druckvorlage. Ich lese meine Geschichte nochmal durch und zack - nochmal drei Fehler. Habe ich gemeldet, sind jetzt korrigiert. Ist gut jetzt?

GALLUS DIABOLI - Der Teufelshahn von Fahland

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Ich hatte da im Dezember 2025 diese Idee, ich könnte ja mal einen Heftroman schreiben. Jetzt weiß ich: Könnte ich mal nicht. Ich dachte eigentlich immer, ich könne Handlung gut aufblähen, aber beim Schreiben dieser Geschichte scheint mir die Luftpumpe kaputtgegangen zu sein, 20.000 Wörter sind tatsächlich nicht genug für einen Heftroman.  Herausgekommen ist bei diesem Selbstversuch am Ende ein novellenhafter Text mit  einigen schönen Szenen, einigen üblen Längen, einigen krummen Kniffen und kruden Formulierungen und einer Grundidee, die sich gleich mit weiteren Geschichten aufdrängte. Die Geschichte trägt den Titel GALLUS DIABOLI und alles dreht sich, wie anhand der (ja, ja, KI-generierten) Abbildung zu erkennen ist, um einen Basilisken. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den Text noch einmal in die Mangel nehmen soll, um ihn zu überarbeiten, zweifellos zu kürzen und doch noch etwas damit anzufangen. Oder eben nicht. Solange ich mir nicht sicher bin, was ich mit dem T...

Wenn's um Geld geht: Roooaaarkasse!

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Wo wollte ich auch sonst wohnen, wenn ich eine SPARKASSE wäre? Sparkassengebäude in Norden

AMADEUS - Die verschollenen Partituren

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Der unabstellbare Trieb der Eitelkeit hat mich dazu verleitet, die Google-KI mal nach meiner Hörspielserie Amadeus zu befragen (immerhin habe ich mich nicht selbst gegoogelt), und ich war erstaunt, was sie alles wusste.  Und was sie sich außerdem ausgedacht hat. Die Serie hatte nämlich, wie ich just erfahren habe, nicht nur 13, sondern gleich 15 Partituren. Quelle: Giphy Unter anderem nämlich diese hier: Partitur 10: Der Schattengaul:   Ein unheimliches Geisterpferd versetzt die Bevölkerung in Angst und Schrecken – Mozart sucht nach der rationalen oder übernatürlichen Erklärung. Partitur 11: Mandragora:   Die Alchemie und die sagenumwobene Alraunwurzel stehen im Zentrum dieser Folge, in der es um künstliches Leben und Tod geht. Partitur 12: Die Loge:  Mozart gerät tiefer in die Machenschaften von Geheimgesellschaften, die im Hintergrund die Fäden der Macht ziehen. Partitur 13: Der Unbekannte:   Ein mysteriöser Fremder taucht auf, der Mozart an seine eigene Sterb...