Hörspiel: Amadeus (2012-2017)
Von 2012 bis 2017 erschien die von mir erdachte und geschriebene dreizehnteilige Mystery-Serie AMADEUS beim Label HÖRPLANET unter der Regie von Michael Eickhorst und Dennis Rohling. Die Cover wurden gestaltet von Alexander von Wieding.
Sie begleitet den jungen Komponisten Wolfgang Mozart (grandios verkörpert von Tim Knauer) auf seinen geheimnisvollen Abenteuern mit dem fiktiven Wundarzt Justus Resch (Kim Hasper).
Weitere Mitglieder des namhaften und hörenswerten Casts:
Jürgen Kluckert als greiser Erzähler Doktor Resch, Luisa Wietzorek als Constanze Weber, Christine Pappert als Franziska Marschall, Roland Hemmo als Kommissar Abel, Chris Murray als Kaiser Joseph II., Peter Weis als Augustus Custodis, Claudio Maniscalco als Benedikt Hörting, Stefan Fredrich als Michael Gensthaler, Anke Reitzenstein als Elisabeth von Waldstätten, Frank-Otto Schenk als Georg Manichl sowie Kaspar Eichel, Bert Franzke, Thorsten Münchow, Michael Pan, Thomas Petruo, Björn Schalla, Jürgen Thormann, Bodo Wolf, Santiago Ziesmer u.v.a.m.
Jürgen Kluckert als greiser Erzähler Doktor Resch, Luisa Wietzorek als Constanze Weber, Christine Pappert als Franziska Marschall, Roland Hemmo als Kommissar Abel, Chris Murray als Kaiser Joseph II., Peter Weis als Augustus Custodis, Claudio Maniscalco als Benedikt Hörting, Stefan Fredrich als Michael Gensthaler, Anke Reitzenstein als Elisabeth von Waldstätten, Frank-Otto Schenk als Georg Manichl sowie Kaspar Eichel, Bert Franzke, Thorsten Münchow, Michael Pan, Thomas Petruo, Björn Schalla, Jürgen Thormann, Bodo Wolf, Santiago Ziesmer u.v.a.m.
PARTITUR 1 - WOLFERL
Es war im Frühjahr 1781. Wir hatten unsere Reise nach Wien unterbrochen und in einer kleinen Poststation Halt gemacht. Dort gingen furchterregende Dinge vor sich. Was mochte dem armen Mädchen widerfahren sein, das am ganzen Leib zitterte und unentwegt ins Feuer starrte? Und welch blutiges Schicksal war dem Gangleder beschieden, den wir tot auf dem Häußgen fanden - grausam zugerichtet und mit geraubtem Herzen. Mit dem Mute der Verzweiflung folgten Amadeus und ich der Blutspur des Mörders …
PARTITUR 2 - ROSIGNOLO
Es war im Sommer des Jahres 1781. Ich bewunderte Graziella Antonelli, die Nachtigall, die mit ihrer unvergleichlichen Stimme Amadeus' Arien im Teutschen Nationaltheater sang. Und die kurz darauf vor unseren Augen ermordet wurde. Erschossen von Luigi Ferragosta, ihrem Liebhaber, der sich im Anschluss selbst richtete. Was mochte den Tenor zu dieser Wahnsinnstat getrieben haben? Noch während wir darüber nachgrübelten, hörten wir erneut den Gesang der Nachtigall. Nur lag die jetzt in ihrem Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof… oder etwa doch nicht?
PARTITUR 3 - SCHOFAR
Es war im Dezember 1781, als Amadeus in der berühmten Hieronymus-Kirche in Wien auf der Orgel vorspielte. Der letzte Organist war verstorben, sein Vorgänger auf mysteriöse Art und Weise verschollen. Und als wir schließlich den Furtner mit gespaltenem Schädel nahe der Orgel auffanden, war uns klar: Die Franziskanerkirche barg ein düsteres Geheimnis, und die Mönche würden uns keine Hilfe sein. Und so stiegen wir selbst hinab in die gewaltigen Katakomben, um in den Grüften unter der Kirche nach dem Mörder zu suchen…
PARTITUR 4 - FAUSTUS
Es waren die ersten Tage des Jahres 1782. Ich hatte eine Anstellung bei dem bekannten Anatomen Johann Marschall gefunden, dem ich bei chirurgischen Eingriffen zur Hand gehen sollte. Und ich hatte ein Auge auf seine liebreizende Tochter Franziska geworfen. Umso größer war mein Entsetzen, als Amadeus und ich den Doktor auf dessen eigenem Seziertisch auffanden. Tot - grausam ermordet und enthauptet. Während mich die Polizei als Verdächtigen in die Mangel nahm, stellte Amadeus auf eigene Faust Ermittlungen an. Dabei bekam er es nicht nur mit dem zwielichtigen Feuerfresser und seinem Marionettentheater zu tun, sondern auch mit einer Gruppe mit Sicheln bewaffneter Mönche, die sich an seine Fersen hefteten. Und um den Mörder zu fangen, ließ er sich schließlich auf einen teuflischen Pakt ein ...
PARTITUR 5 - SAMIEL
Es war im Frühjahr 1782. Die ersten Monate des Jahres waren für mich zu einer Zeit der Verzweiflung geworden. Ich hatte meinen Schwur nicht erfüllen und Franziska finden können und litt deshalb furchtbare Qualen. Um der Enge meiner Kammer zu entfliehen, begleitete ich meinen Freund Amadeus auf den Auhof nahe des Lainzer Thiergartens. Der Kaiser selbst hatte ihn dort einbestellt, um von ihm über die Arbeit an seinem Singspiel informiert zu werden. Doch dann entdeckten wir einen Toten im Wald , der dort seltsame Rituale begangen hatte. Allem Anschein nach hatte der Mann Freikugeln gegossen und einen Dämon beschworen . Und Amadeus ahnte sogleich, wer das Ziel der Kugeln werden sollte: Der Kaiser höchstselbst...
PARTITUR 6 - TEUTOBOCHUS
Es war der April des Jahres 1782. Während der zurückliegenden Wochen war meine seelische Verfassung von der Tatenlosigkeit, zu der ich verdammt war, zermürbt worden. Ich befand mich in einem Zustand der Verwahrlosung, als sich endlich eine neue Spur auftat. Wir hatten die Bärbel Glatzeder, das ehemalige Hausmädchen der Marschalls, aufgespürt. Würde sie uns sagen können, wohin die verschwundene Franziska verschleppt worden war? Doch sie lag schwerkrank darnieder, und ich hatte schon alle Hoffnung fahren lassen, als mich eine seltsame Vision ereilte: Ich sah Franziskas Entführung vor meinen eigenen Augen - ganz so, als ob ich leibhaftig dabei gewesen wäre. Ich sah die finsteren Mönche mit ihren scharfen Sicheln, und ich sah ein merkwürdiges Symbol auf ihren Unterarmen... Was wollte es mir sagen? Ich kam nicht dahinter, bis mein Freund Amadeus eine entscheidende Entdeckung machte...
PARTITUR 7 - GOLIATH
Es waren nur wenige Minuten vergangen, seit wir die Verfolgung des verdächtigen Augustus Custodis aufgenommen hatten, und in meinem Kopf wimmelte es nur so von bohrenden Fragen: Wo würde uns der Kirchenmann hinführen? Wusste er, wo die entführte Franziska Marschall gefangen gehalten wurde? Und welcher Art war seine Beziehung zu den unheimlichen Mönchen und ihrem grausamen Anführer? Nach einer Weile gelangten wir zu einem Kloster, wo Amadeus und ich uns weiterhin an Custodis' Fersen hefteten. Schließlich wurden wir Zeuge einer Unterhaltung mit weitreichenden Folgen. Es ging um eine Verschwörung im ganz großen Stil: Einer Verschwörung gegen die Wissenschaften, gegen das Gesetz - und gegen den Kaiser ...
PARTITUR 8 - SUKKUBUS
Es war im Mai des Jahres 1782. Nachdem wir Franziska aus den Fängen der Mönche befreit hatten, verbrachten Amadeus und ich eine Zeit eitler Freude und Ausgelassenheit. Beide schmiedeten wir eifrig Hochzeitspläne - doch wir hätten wissen müssen, dass das Grauen nur darauf wartete, unsere Pläne ein weiteres Mal zu durchkreuzen. Vier tote Freier wurden in Wien gefunden - allesamt bis auf den letzten Blutstropfen ausgesaugt. Die Spur führte in das stadtbekannte Bordell der Madame Graul - sollte dort eine mörderische Dirne ihr Unwesen treiben? Amadeus spürte, dass Eile geboten war, denn ein weiterer, prominenter Freier war bereits auf dem Weg ins Bordell ...
PARTITUR 9 - SALADIN
Es war im Juni des Jahres 1782. Während ich mich in einem Zustand eitler Zufriedenheit befand, wusste ich meinen Freund Amadeus in argen Seelennöten. Die geplatzte Hochzeit mit seiner Constanze setzte ihm noch immer schwer zu. Etwas Ablenkung bot der Jahrmarkt, in dessen Nähe man die Leiche eines ermordeten Landstreichers gefunden hatte: Der Wiener Wurstelprater. Wir mischten uns unter die Gaukler, Feuerschlucker und Wahrsager, um die letzten Stunden im Leben des Toten zu rekonstruieren, und stießen dabei auf eine ganz besondere Attraktion: Den Saladin. Einen wundersamen Automaten, der nicht nur das Schachspiel beherrschte, sondern auch sprach und von seinem Platze aufstehen konnte. Sollte diese Maschine womöglich... zum Leben erweckt worden sein?
PARTITUR 10 - JANUS
Es war im Juli des Jahres 1782. Die Ereignisse auf dem Wiener Wurstelprater hatten mir schwer zugesetzt, und ich konnte mich trotz aller Anstrengung noch immer nicht erinnern, was genau dort geschehen sein mochte. Indessen standen die Dinge zwischen Amadeus und seiner Constanze nach wie vor schlecht, und an eine Versöhnung war nicht zu denken. Die Dinge eskalierten, als mein Freund einen streitlustigen Herrn aus Hamburg provozierte, der umgehend Satisfaktion forderte. Würde Amadeus das Duell erfolgreich bestreiten oder seinen Kopf auf irgendeine Art aus der Schlinge ziehen können? Und was hatte es mit der geheimnisvollen Organisation der "Janus-Brüder" auf sich, die mit einem Mal auf der Bildfläche erschienen war...?
PARTITUR 11 - BUNDTING
Es war im Spätsommer des Jahres 1782. Während ich eifrig darum bemüht war, dem merkwürdigen Schicksal des Herrn Gensthaler auf den Grund zu gehen, der neuerdings den Tod anderer Menschen voraussehen konnte, suchte eine groteske Gestalt ganz Wien heim: Der Bundting. Eine Art Rattenfänger, der mit seinem Flötenspiel den Willen anderer Menschen brechen und sie gnadenlos in den Tod treiben konnte. Amadeus und ich versuchten, hinter das Geheimnis des Mannes und seiner teuflischen Musik zu gelangen. Und die Erklärung schien tief in der Vergangenheit des rätselhaften Fremden verborgen zu sein. Würde es uns rechtzeitig gelingen, seinem mörderischen Treiben ein Ende zu setzen...?
PARTITUR 12 - ANONYMUS
Es war der 4. August 1782. Ungeduldig wartete ich vor dem Wiener Stephansdom auf meine zukünftige Braut. Ich wollte Franziska Marschall zu meiner Frau nehmen, direkt nach der Hochzeit meines Freundes Amadeus mit der liebreizenden Constanze. Es sollte der schönste Tag meines Lebens werden - doch das Schicksal spielte mir einen grauenhaften Streich, und was folgte, war meine schwärzeste Stunde... Und andere schlimme Dinge gingen vor sich: Der Kommissar Abel war verschwunden, während dunkle Mächte ihre finsteren Pläne im Untergrund schmiedeten. Und ich wusste, dass die Konfrontation mit unserem schlimmsten Gegenspieler unmittelbar bevorstand, dem Mann mit den tausend Namen, dem düsteren Meister, dem... Anonymus!
PARTITUR 13 - REQUIEM
Es war der 4. Dezember 1791. Nach jenem finstersten aller Tage, an dem ich Franziska Marschall hatte heiraten wollen und an dem mir das Schicksal seinen grauenhaften Streich gespielt hatte, war es unter dem Höllturm zur Konfrontation mit unserem schlimmsten Gegenspieler gekommen, dem Anonymus. Danach hatte ich Wien verlassen und mich der Janusbruderschaft und ihrem Anführer angeschlossen. Nun kehrte ich nach all den Jahren zurück, weil mein Freund Amadeus im Sterben lag, wie er schrieb. Es war Zeit für die letzten entscheidenden Fragen...
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