Ein jahrelanger Abend in der ODYSSEE BAR

 Es ist krass!

Heute fuhr ich wie alle Tage zur Arbeit (ja, leider auch ich), blickte nichtsahnend aus dem Seitenfenster und da sah ich eine Kneipe, die so heißt:

ODYSSEE BAR

Odysseus bestellt 5 Bier für die Männer vom Sägewerk.
Die fotografierte Statue befindet sich im Museo Archeologico Nazionale di Venezia - der Name des Fotografen ist mir nicht bekannt, sonst schrübe ich ihn hier auf.

Unfasslich, das! 

Sofort fangen die Synapsen an zu knattern.

Eine Kneipe, die einen, wenn man sie betritt, 10 Jahre lang nicht loslässt, während die Holde Penny daheim auf einen wartet - die klassische "Ich geh mal eben Kippen holen"-Geschichte, mit einem Twist: Am Ende kommt Uli (natürlich muss es Uli sein, wie Ulysses) wieder heim.

Und was man nicht aus den Abenteuern des listenreichen Odysseus machen könnte:

Skylla und Charybdis in zwei Scheißhauskabinen, dazwischen muss Uli mal dringend defäkieren, während aus dem Lautsprecher unerträgliche Sirenengesänge schallen. 

Der Polyphem ist ein einäugiger Stammgast, der ihm seine Lebensgeschichte erzählt und alle Erdnüsse auffrisst, und wird am Ende von Uli mit einem Cocktail-Schirmchen geblendet, damit er fliehen kann.

Direkt in die Arme der Kalypso, die als Drag Queen am Flipper-Automaten Hof hält und ihn zum Wettbewerb herausfordert, was ihn in seinem Ehrgeiz gar nicht davonkommen lässt.

Ganz zu schweigen von dem Helios-Schnitzel, das zwar köstlich schmeckt, einem jedoch ein entsetzliches Magengrimmen und Diarrhoe verursacht, sofern man von der musikalisch-akrobatischen Darbietung der kaum bekleideten Circe nicht schon zum sabbernden und grunzenden Stammhirndenker regrediert ist, wie es den übrigen Gästen widerfahren ist.

Und dann war ich aber arbeiten.

Hellas!

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