Es ist krass! Heute fuhr ich wie alle Tage zur Arbeit (ja, leider auch ich), blickte nichtsahnend aus dem Seitenfenster und da sah ich eine Kneipe, die so heißt: ODYSSEE BAR Odysseus bestellt 5 Bier für die Männer vom Sägewerk. Die fotografierte Statue befindet sich im Museo Archeologico Nazionale di Venezia - der Name des Fotografen ist mir nicht bekannt, sonst schrübe ich ihn hier auf. Unfasslich, das! Sofort fangen die Synapsen an zu knattern. Eine Kneipe, die einen, wenn man sie betritt, 10 Jahre lang nicht loslässt, während die Holde Penny daheim auf einen wartet - die klassische "Ich geh mal eben Kippen holen"-Geschichte, mit einem Twist: Am Ende kommt Uli (natürlich muss es Uli sein, wie Ulysses) wieder heim. Und was man nicht aus den Abenteuern des listenreichen Odysseus machen könnte: Skylla und Charybdis in zwei Scheißhauskabinen, dazwischen muss Uli mal dringend defäkieren, während aus dem Lautsprecher unerträgliche Sirenengesänge schallen. Der Polyphe...
Vor einer Weile habe ich den Versuch unternommen,. eine Geschichte zu erzählen in jenem Ort, in dem auch meine erste Hörspielserie spielte - dem Dorf Saintlieux am Rade de Brest, etwas schräg gegenüber der seit dem 3. Jahrhundert nach Christus bestehenden Hafenstadt Brest. Es sollte eine Adventserzählung werden, ein Krimi, eine geheimnisvolle, vielleicht auch etwas magische Geschichte, mit Figuren, die man aus der Hörspielserie kannte, und mit vielen anderen. An jedem Tag würde ein Bewohner des Örtchens ein Päckchen oder einen Brief finden, der etwas aus der Vergangenheit aufwecken würde. Eines davon sollte einen Mörder an seine Tat erinnern. Und die alte Ermittlergruppe - Amélie, Marc Valet, Remy Bass und Pierre Hulot - auf seine Spur setzen. Zwei Kapitel hatte ich geschrieben, dann aber aufgehört. Doch bis heute statten mir die Figuren aus den nie geschriebenen Kapiteln bisweilen Besuche ab. Ich hatte damals begonnen, auch ein Lexikon von Saintlieux zu erstellen, in dem ich Orte...
Demnächst erscheint die 23ste Ausgabe von Zwielicht, einem (um nicht zu sagen: dem) deutschen Horror-Magazin. Und diesmal erscheint darin auch eine meiner Geschichten. Die ich, nachdem ich sie geschrieben hatte, mehrmals überarbeitet habe. Ich dachte: Ist gut jetzt. Dann kam das (wirklich sehr gute) Lektorat. Und fand zig Stellen, die aber doch nicht so gut waren. Stellen, bei denen ich mir dachte: Hä, warum hast du die denn nicht gesehen? Aber die habe ich dann korrigiert, sogar selbst noch was gefunden, dann fanden aber ich und die Lektorin: Ist gut jetzt. Heute kommt die Druckvorlage. Ich lese meine Geschichte nochmal durch und zack - nochmal drei Fehler. Habe ich gemeldet, sind jetzt korrigiert. Ist gut jetzt?
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